Tuesday, September 8, 2009

relics

sag es nicht. bitte. sag es nicht.
verkrampft, wie wir hier sitzen.
in der kälte des bahnhofsvorplatzes.
dein arm um meine schultern.
und dein atem bläst weiße wolken in mein gesicht.
sag es nicht. es ist so falsch.
die gewissheit ist größer als die hoffnung - der traum, dass es irgendwann gut würde.
schon zu lange und nun sitzen wir doch wieder hier und ich wünschte, es könnte einmal gut sein, es könnte einmal das richtige sein.
sag es nicht.
wissend, dass es nur lüge sein kann, die ich kein weiteres mal ertragen könnte.
ich sehe verschwommen und der eisige wind peitscht mir einige haarsträhnen in die augen.
deinen arm immernoch um meine schultern gelegt, entwickelt sich mein unwohlsein bis zur abgrenzung.
sag es nicht. nicht mehr.
meine hand in deiner hand.
mein kopf an deiner schulter.
deine hand in meinem haar.
ich möchte es nicht zurück.